{"id":10074,"date":"2019-06-30T00:19:12","date_gmt":"2019-06-30T00:19:12","guid":{"rendered":"https:\/\/sy-robusta.ch\/?p=10074"},"modified":"2019-09-06T11:03:43","modified_gmt":"2019-09-06T11:03:43","slug":"abschied-von-der-heimat","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/sy-robusta.ch\/?p=10074","title":{"rendered":"Abschied von der Heimat"},"content":{"rendered":"<p>Viele Tr\u00e4nen sind geflossen beim Abschied von meinem Sohn Sascha und Eltern und Freunde und Kumpels. Das ist der harte Teil vom Abenteuer!<\/p>\n<p>ngg_shortcode_0_placeholderMein Arbeitseinsatz im Jugendhaus ist zu Ende. War toll mit meinem alten Team und mit der Praktikantin Barla, wieder in der offenen Jugendarbeit t\u00e4tig zu sein. Teilweise war der Job echt streng. Vor allem in den kalten Wintermonaten war das Haus immer prall voll. Adoleszente Jugendliche k\u00f6nnen einem ganz sch\u00f6n herausfordern. Danke liebes Team, dass ihr mich angefragt habt, einzuspringen. Habe grad wieder etwas Wehmut. Alles Gute euch allen und den Kids!!<\/p>\n<p>Arbeiten tat der Reisekasse richtig gut. Sollte wieder f\u00fcr eine Zeit reichen. Wir leben und reisen ja sehr bescheiden. Kaufen nur lokale Produkte ein &#8211; auch wenn der Nutellatopf im Laden alle Lustrezeptoren auf Hochtouren kurbelt. Statt in Restaurants essen zu gehen, laden wir lieber Freunde auf die Robusta ein. Kleider werden getragen, bis sie zerfallen. In den meisten L\u00e4ndern sind Flohm\u00e4rkte oder Secondhandshops anzutreffen, in denen allerlei n\u00fctzliches zu finden ist. F\u00fcr Landreisen nehmen wir die lokalen Verkehrsmittel, statt viel Geld f\u00fcr Mietwagen auszugeben. Im Bus erfahre ich in Gespr\u00e4chen mit den Einheimischen mehr \u00fcber ihr Leben als aus dem Reisef\u00fchrer. Der grosse Teil der Ausgaben liegen eindeutig bei der Wartung der Robusta. Nichts h\u00e4lt ewig und eine Reise um die Welt, durch Gebiete mit extremen Windverh\u00e4ltnissen, ist der Verschleiss entsprechend gr\u00f6sser. Doch auch da k\u00f6nnen Kosten so einigermassen in Grenzen gehalten werden: Inserate am Schwarzen Brett einer Marina, erwiesen sich auch schon als hilfreich. Besonders dann, wenn jemand seine Yacht verkauft, muss ausgemistet werden. M\u00fcllcontainer einer Werft sind oft wahre Goldgruben.&nbsp;<\/p>\n<p>Ja viel Geld auszugeben ist nicht schwer. Besitzen tun wir nur noch die Robusta und was halt so in sie rein passt.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend den sieben Monaten in der Schweiz musste ich mich echt zusammenreissen, nicht unn\u00f6tig Geld auszugeben. Der Einfluss durch Werbung, was Mensch scheinbar gl\u00fccklich machen soll, ist schon verr\u00fcckt.<\/p>\n<p>ngg_shortcode_1_placeholderDie WG-Zeit bei meinen Freunden Nora und Dieter und den Kindern Milla und Ari war echt toll.<\/p>\n<p>Es sind gute Menschen die auf so vieles verzichten, damit die Welt wieder gesund werden kann. Verzichten ist falsch ausgedr\u00fcckt. Es geht ums Umdenken. Wieso soll eine Lieblingsjacke nach kurzer Zeit schon wieder entsorgt werden? Nur weil ich dem Modediktat zerfallen bin? Glaubt mir, wir erleben die negativen Auswirkungen vom masslosem Konsum hautnahe. Verdreckte Str\u00e4nde in den entlegensten Gebieten, Anstieg vom Meeresspiegel, ver\u00e4nderte Wind- und Wetterverh\u00e4ltnisse. Ja und nun bin ich sogar noch in den Medien auf folgende Schlagzeile gestossen. Laut einer Studie des WWF isst jeder Mensch weltweit eine Kreditkarte pro Woche! Ist doch unglaublich.<\/p>\n<p>Umdenken ist f\u00fcr uns alle angesagt.&nbsp;<\/p>\n<p>Zu allem \u00dcbel steige ich morgen in ein Flugzeug und kann mich mit dem Langstreckenflug nach Fiji auch zu den krassen Umwelts\u00fcndern z\u00e4hlen \u2013 auch wenn ich schon vier Jahre nicht mehr geflogen bin.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Viele Tr\u00e4nen sind geflossen beim Abschied von meinem Sohn Sascha und Eltern und Freunde und Kumpels. Das ist der harte Teil vom Abenteuer! 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