{"id":11736,"date":"2020-09-12T03:04:19","date_gmt":"2020-09-12T03:04:19","guid":{"rendered":"https:\/\/sy-robusta.ch\/?p=11736"},"modified":"2021-01-08T03:28:42","modified_gmt":"2021-01-08T03:28:42","slug":"wo-uberwintern-in-alaska","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/sy-robusta.ch\/?p=11736","title":{"rendered":"Wo \u00fcberwintern in Alaska?"},"content":{"rendered":"<p>Die Fischerei stellt in Alaska ein grosser&nbsp; Einkommenszweig dar. Um das \u00dcberleben der Arten und das \u00d6kosystem zu sichern, gelten f\u00fcr den Fang aus dem Wasser strenge Regeln. Dieses System stellt weltweit einen sehr hohen Standart dar. Ich habe mir vorgestellt, wer eine Lizenz hat, darf eine bestimmte Menge fangen. Nein, alles ist viel komplizierter. Ist die Fangquote f\u00fcr eine Art erreicht, so endet die Saison exakt zu diesem Zeitpunkt. Dies bedeutet f\u00fcr die Seeleute viel Stress mit langen Arbeitsschichten, Schlafentzug und dazu noch in schroffen Bedingungen. Die riesige Gedenktafel mit all den eingravierten Namen von Menschen die ihr Leben in der See verloren haben, l\u00e4sst mich erschaudern. Viele sind im Alter von meinem Sohn. Fischen in Alaska ist eindeutig nur ein&nbsp; Job f\u00fcr die ganz Hartgesottenen. Warum setzen sie ihr Leben auf&#8217;s Spiel? Ist eine Crew gut eingespielt, lockt das grosse Geld. Der moderne Goldrausch von heute? Ein paar Schiffe im Hafen kommen uns bekannt vor. Ach ja, von der Serie &#8220;The Deadliest Catch&#8221;. Diese Filme habe ich mir reingezogen, um eine Vorstellung der See von Alaska zu bekommen. Durch Josh lernen wir Scott von der Seabrooke kennen.&nbsp; Trotz Umbaustress f\u00fcr die K\u00f6nigskrabben Fangsaison findet Scott Zeit&nbsp; uns jeden Winkel des ber\u00fchmten Kutters zu zeigen. Zum Abschied schenkt er ein Buch \u00fcber sein Leben und der Seabrooke. Ich bin beeindruckt \u00fcber seine Lebensgeschichte und dem Einblick in die Fischerei.<\/p>\n<p>ngg_shortcode_0_placeholderKodiak ist ein wildes Kaff. Treffen Fischer in der Bar auf die Crew der K\u00fcstenwache, artet dies regelm\u00e4ssig in Schl\u00e4gereien aus. Dass wir unbewaffnet sind, kann auch niemand glauben. Josh, mit ihm verbringen wir viel Zeit, will uns \u00fcberreden f\u00fcr den Winter in Kodiak zu bleiben. Die Zeit rennt nur so. Es ist bereits anfangs September und wir haben uns noch immer&nbsp; nicht entschieden, wo die harten Wintermonate abzuwettern. Eines ist klar. Ende September schl\u00e4gt das Wetter rapide um. Die Tiefdrucklagen ziehen heftiger und \u00f6fter durch und bringen K\u00e4lte, Schnee und Eis.<\/p>\n<p>Zur Auswahl steht einerseits die Insel Kodiak, wo wir gerade sind. Hier ist der Winter etwas milder. Seldovia ist ein kleiner netter Ort. Jedoch ohne Anschluss ans Strassennetz. Im Winter ist der F\u00e4hrbetrieb eingestellt. Homer ist Top raten alle.&nbsp; Ein Nachteil, der Hafen liegt 12 Kilometer vom Dorf entfernt.<\/p>\n<p>In Kodiak endet vorerst leider das Karavanensegeln mit John und Jeniffer von der Segelyacht Caro Babbo. Ihr Auswasserungstermin in Homer r\u00fcckt n\u00e4her. Wir werden die Beiden vermissen. Haben schliesslich eine extrem nette Zeit miteinander verbracht. Um\u00e4rmel, sehen euch im Fr\u00fchling wieder, freuen uns darauf.<\/p>\n<p>ngg_shortcode_1_placeholderVon Kodiak segeln wir in Tagesetappen&nbsp; nach Seldovia und sp\u00e4ter in die Halibut Cove. Ankern immer in sehr gesch\u00fctzten Buchten. Die Passage dort hin muss gut geplant sein. Starke Gezeitenstr\u00f6me kreieren gef\u00e4hrliche Seen mit konfusen Wellen. In der Shuyak Island bekommen wir keinen Wetterbericht rein. So bleibt uns nichts anderes \u00fcbrig wie zu Kapit\u00e4n Cooks Zeiten den Himmel zu beobachten. Der ist gerade blau und die paar Wolken ziehen gem\u00fctlich in die gew\u00fcnschte Richtung. Eigentlich sind wir vorgewarnt. Jeder Fischer f\u00fcrchtet dieses Gebiet wegen der starken Str\u00f6mungen. Ich bestehe darauf, trotz der schlappen zehn Knoten Wind, schon mal das Grosssegel zu reffen. Und tats\u00e4chlich, auf H\u00f6he der Barren Islands geht die Post ab! Die See baut sich innert weniger Minuten gewaltig auf. Aus West bl\u00e4st der Wind nun mit \u00fcber 35 Knoten! Hier auf offener See ist es wieder m\u00f6glich, die GRIB Wetterdaten per SSB Funk zu laden. Doch die zeigen nur zehn Knoten Wind aus Nord-West. Hohe Berge k\u00f6nnen Fallwinde kreieren.<\/p>\n<p>Am n\u00e4chsten Morgen liegt die Robusta bei sch\u00f6nstem Wetter ausserhalb vom kleinen Hafen von Seldovia vor Anker. So geniessen wir die letzten&nbsp; warmen Herbsttage mit Wandern und Beerensammeln. Im Abenddunst verdampfen die Gedanken ans \u00dcberwintern in den pr\u00e4chtigen Farben mit dem Sonnenuntergang.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Fischerei stellt in Alaska ein grosser&nbsp; Einkommenszweig dar. Um das \u00dcberleben der Arten und das \u00d6kosystem zu sichern, gelten f\u00fcr den Fang aus dem Wasser strenge Regeln. Dieses System stellt weltweit einen sehr hohen Standart dar. Ich habe mir vorgestellt, wer eine Lizenz hat, darf eine bestimmte Menge fangen. Nein, alles ist viel komplizierter. 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