{"id":4214,"date":"2015-08-06T23:46:20","date_gmt":"2015-08-06T21:46:20","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sy-robusta.ch\/?p=4214"},"modified":"2015-08-06T23:46:20","modified_gmt":"2015-08-06T21:46:20","slug":"angra-dos-reis","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/sy-robusta.ch\/?p=4214","title":{"rendered":"Angra dos Reis"},"content":{"rendered":"<p>Ach ja, die Senhora vom Iate Club Charitas in Nitoroi bei Rio de Janeiro, wies uns ja darauf hin, dass wir von der Policia Federal und der Capitaneria dringend noch einen Stempel besorgen m\u00fcssen, weil wir uns in einem neuen Staat Brasilens aufhalten. Da wir schon wieder alles frische Gem\u00fcse aufgegessen haben, segeln wir ans Festland nach Angro dos Reis um gleichzeitig auch noch einzukaufen. Auf Ilha Grande gibt es fast nichts. Ankern vor dem Iate Clube Piratas, paddeln mit dem Dinghi, ausger\u00fcstet mit Tablet, gierig nach Internet und Lust auf eine erfrischende Dusche, in den luxuri\u00f6sen Iateclub. Es scheint das Wasser wird immer dickfl\u00fcssiger vor lauter Scheisse die da herum schwimmt. Es stinkt widerlich! Ich muss mich beherrschen, dass ich mich nicht gleich \u00fcbergebe. Das mit der Dusche klappt nicht so wie gewollt. Erst m\u00fcssen wir an dem Wachposten vorbei kommen. Nur Clubmitglieder oder Leute die mit ihrer Yacht hier liegen, k\u00f6nnen die Infrastruktur nutzen. Pro Fuss und Tag werden 14 Reals verrechnet! In Salvador nicht mal ein Real! Upa! Wir lassen nicht locker, bis der Wachmann vier Telefonate t\u00e4tigt und wir schliesslich im B\u00fcro vorstprechen d\u00fcrfen. Ausnahmsweise k\u00f6nnen wir hier duschen. Die wunderbare Luxusdusche gibt doch genau in dem Moment den Geist auf, als ich voll eingeseift war. Daf\u00fcr gibt es im Einkaufszentrum zwei Stunden kostenlos Internet. Doch einkaufen ist hier unm\u00f6glich. Luxusfood vom feinsten! Super teuer!<br \/>\nWir tuckern mit dem Dinghi der K\u00fcste entlang zum Zentrum. Doch wo anlegen? Scuna an Fischerboot reihen sich dicht gedr\u00e4ngt im Hafenbecken. Ausgerechnet die Shelltankstelle scheint die einzige Alternative um fest zu machen. Wir fragen den Senhor, ob wir hier parken d\u00fcrfen. NEIN ist die Antwort.<br \/>\nAngro dos Reis ist ein kleiner authentischer brasilianischer Ort. Der Supermarkt liegt direkt von der Scunaanlegestelle. Die Auswahl im Supermarkt \u00fcberfordert schon fast. Der vollgepackte rostige Einkaufswagen mit den quietschenden R\u00e4dern, l\u00e4sst sich nur schwer zwischen den Gestellen durchman\u00f6vrieren. An der Kasse stellen wir fest, dass wir keine Kohle dabei haben! Ich packe alles wieder in den Wagen zur\u00fcck und Thomi hastet zum Schiff. Ich warte eine halbe Ewigkeit gelangweilt zwischen den Gestellen mit meinem rostigen Einkaufswagen. Zweiter Versuch: Doch die Kreditkarte bockt! So peinlich, diesmal hat die Senhora schon alles eingetippt! Ich packe wieder alles in die Rostkarre zur\u00fcck. Thomi eilt zur Bank. Nach einer unendlichen Ewigkeit erscheint er mit Bargeld, welches er auf der Robusta holen musste. Das Dinghi treffen wir mit nicht mehr all zu viel Luft im Hafen an! Wir schaffen es gerade noch knapp mit dem schlaffen \u00fcberbeladenem Schwabbelding zur Robusta! Siehe da, wer ankert denn da weit draussen? Die mobile Shelltankestelle! Thomi begiebt sich geputzt und gestriegelt zu den Beh\u00f6rden. Der Gang zur Policia Federal w\u00e4re nicht n\u00f6tig gewesen. Na ja, die vielen Regeln und Bestimmungen um die immense B\u00fcrokratie, sind offensichtlich f\u00fcr niemanden leicht zu verstehen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ach ja, die Senhora vom Iate Club Charitas in Nitoroi bei Rio de Janeiro, wies uns ja darauf hin, dass wir von der Policia Federal und der Capitaneria dringend noch einen Stempel besorgen m\u00fcssen, weil wir uns in einem neuen Staat Brasilens aufhalten. 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