{"id":7177,"date":"2016-12-13T18:49:15","date_gmt":"2016-12-13T17:49:15","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sy-robusta.ch\/?p=7177"},"modified":"2016-12-13T18:49:15","modified_gmt":"2016-12-13T17:49:15","slug":"besuch-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/sy-robusta.ch\/?p=7177","title":{"rendered":"Besuch"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"font-size: 16px;\">Wie ist es, wenn ein Z\u00fcri-Chick nach Chile reist? Ich hatte Anja und Thomi versprochen etwas f\u00fcr den Blog zu schreiben und ich breche ungern meine Versprechungen. Es ist nun schon mehr als zwei Wochen her, dass ich auf der Robusta Unterkunft und Essen geniessen durfte. Ich m\u00f6chte gerne einen Einblick geben, wie es denn so war als Gast. Zuerst einmal, war ich v\u00f6llig \u00fcberrascht, dass meine Reise nicht wie schon lange geplant in die S\u00fcdsee ging (Bikini und Badetuch bereits im Geiste eingepackt), nein, Chile war der neue Ferienort. Was um himmelswillen soll ich denn in Chile? O.K, Reisef\u00fchrer kaufen und mal schauen. Anja, hatte mich schon mal sanft vorgewarnt, die Wollsocken einzupacken und nicht nur den Bikini. Doch wirklich Zeit um mich auf die Reise vorbereiten zu k\u00f6nnen, hatte ich nicht. Gerade mit einem Masterstudium im Sack, eine kurze Abschlussreise mit den Studienkollegen und dann noch gschwind das Diplom einsacken, musste ich schon bald meinen Rucksack packen. Ich hatte mir einen Monat Auszeit von all den Verpflichtungen geg\u00f6nnt.<\/span><br \/>\nEine 30 st\u00fcndige Reise hinter mir, kam ich dann in Puerto Montt an. Oh&#8230; vielleicht noch zu erw\u00e4hnen: Ich flog \u00fcber Paris. Der Flug war \u00fcber die Nacht. Ich musste drei Stunden am Flughafen warten. Ich sass also in der Wartehalle und eine Eule flog ihren n\u00e4chtlichen Flug durch die Wartehalle. Eine Eule im Flughafen? Ich musste drei Mal hingucken bis ich wirklich \u00fcberzeugt war, dass dem so war.<br \/>\nAngekommen in Chile war der Wettergott nicht gut gestimmt. Es war kalt und Petrus wollte die Wolken nur einmal \u00a0\u00fcber ein paar Tage aussch\u00fctten. Ich wurde aber von Anja vom Flughafen abgeholt, f\u00fcr das ich so dankbar war, denn noch Spanisch zu lernen, lag einfach nicht mehr drin. Oh, das hatte mich die ganze Reise \u00fcber genervt, dass ich mit den Leuten nicht sprechen konnte.<br \/>\nMeine Koje war sch\u00f6n vorbereitet. Zum Gl\u00fcck hatte ich drei Decken f\u00fcr mich, denn ich hatte die K\u00e4lte auf See und den Wind untersch\u00e4tzt. Die Wolljacke und Filzfincken nahm ich gerne an. Also, da bin ich nun auf engstem Raum mit meiner lieben Freundin und ihrem Lebenspartner. Was erwartet mich? Wie l\u00e4uft es? Was, wie, wo?<br \/>\nDoch Thomi hatte bereits einen warmen Gem\u00fcseeintopf vorbereitet und dann ging es gleich zum Einkauf f\u00fcr die n\u00e4chsten Tage. Ich wusste noch nicht, dass mich Anja und Thomi an wundersch\u00f6ne Orte (sogar ohne Handyempfang) entf\u00fchren werden.<br \/>\nMich hatte es etwas an das Engadin erinnert. Doch dort fehlen die Seehunde, Delphine und Pelikane. Aber es war ein Erlebnis. Bei einer chilenischen Familie auf Besuch, ich glaube Henry, Aleksandra und die zwei kleinen Girls&#8230; dann auch Mate-Tee probiert, grausame getrocknete Muscheln gegessen (nach einem Biss hatte ich genug) und nach ein paar netten Worten, die ich nicht verstand, ging es mit gutem Wetter weiter. Ohh&#8230;zu den heissen Quellen. Plantschen mitten im Wald.<br \/>\nIch hatte dies vergessen. Ich hatte vergessen wie viel Sch\u00f6nes einem die Natur geben kann. Ich bin auf dem Land aufgewachsen, aber man vergisst.<br \/>\nAnja und Thomi hatten mich ganz sch\u00f6n durch den Urwald geschleift. Meine Beine und Arme verkratzt von Dornen, doch war es wunderbar. Mit Gummistiefel unterwegs und keine Sau interessiert es. Ich hatte vergessen, dass genau das so sch\u00f6n sein kann.<br \/>\nIch bin den beiden sehr dankbar, dass ich dies wieder einmal erleben durfte.<br \/>\nAch ja, mittlerweile waren wir ja auch zu den Grillk\u00f6nigen gereift. Ohh&#8230;Lagerfeuer mit leckerem Fleisch, sanft gegart und Anja&#8217;s Gerstensalat exquisit, kann ich nur sagen! Dann schon bald mal einen Aufenthalt in der Zivilisation. Nach zwei Wochen ohne Dusche und Haarewaschen nach Castro. Ein buntes St\u00e4dtchen. F\u00fcr Alle Kaffeetrinker und Teeliebhaber Sehenswert, weil Anja und ich bei einem herzallerliebsten Kaffee Pause machten bei einem Landausflug. Deshalb hatten wir uns auch ein Haarewaschprogramm geg\u00f6nnt. Beim dritten Anlauf hatten wir dann den passenden Salon gefunden. Ich hatte leider das Pech, dass ich als Erste nur mit kaltem Wasser bedient wurde. Naja&#8230;.Hauptsache, die Haare sch\u00f6n.<br \/>\nSo, und dann sch\u00f6n ab auf See. Ich war also wirklich drei Wochen auf dem Boot. Es wurde mir nicht schlecht. Ich dufte f\u00fcr drei Wochen mit dabei sein. Ich musste mein Schamgef\u00fchl \u00fcberwinden und auch den Toiletttengang mit ihnen teilen. Ich musste mich einf\u00fcgen.<br \/>\nDoch jetzt, wo ich wieder in dem hektischen Treiben des Arbeitsalltags stehe, denke ich oft an die zwei Weltenbummler. Es hat mir einmal mehr gezeigt: Lebe jetzt, lebe hier und geniesse das Leben in allen Facetten!<br \/>\nIch hatte dabei aber auch einen ganz bestimmten Menschen vermisst. Anja und Thomi hatten dies schon auch bemerkt, daher auch wieder ein gl\u00fcckliches Heimkommen.<br \/>\nSo&#8230;.und jetzt? Ich bin wieder in Z\u00fcri&#8230;.Ich denke gerne an die Reise&#8230;<br \/>\nSch\u00f6n war\u2019s!<br \/>\nRegula<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie ist es, wenn ein Z\u00fcri-Chick nach Chile reist? Ich hatte Anja und Thomi versprochen etwas f\u00fcr den Blog zu schreiben und ich breche ungern meine Versprechungen. 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