{"id":9587,"date":"2019-01-05T03:17:10","date_gmt":"2019-01-05T02:17:10","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sy-robusta.ch\/?p=9587"},"modified":"2019-01-05T03:17:10","modified_gmt":"2019-01-05T02:17:10","slug":"aufbruch-zur-sudinsel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/sy-robusta.ch\/?p=9587","title":{"rendered":"Aufbruch zur S\u00fcdinsel"},"content":{"rendered":"<p>Nach Totenstille auf unserem Blog will ich versuchen, meine Zeit nach der langen Heimreise in die Schweiz von Anja zusammenzufassen.<br \/>\nNachdem Anja die F\u00e4hre nach Auckland City bestieg und ich meine Tr\u00e4nen versuchte zu trocknen, holte ich z\u00fcgig den Anker auf und machte mich auf den Weg nach Great Barrier Island. Dort liegt Leo vor Anker, der ebenfalls eine monatelange Zeit in Whangarei MIT Yacht flicken hinter sich hatte. Seine Situation ist auch nicht die einfachste. Er ist Skipper auf der Segelyacht eines reichen Italieners. Dieser ging jedoch pleite und so blieb die Bezahlung der Crew und vom Skipper aus. Ich weiss noch nicht wie sich das weiter entwickeln wird. Es war ein grosses Wiedersehen auf Barrier Island. Ich verbrachte hier einige tolle Tage, doch ich wollte weiter. Mein grosser Plan ist immer noch runter in den S\u00fcden von Neuseeland zu fahren.<br \/>\nngg_shortcode_0_placeholder<br \/>\nJedoch standen noch einige Arbeiten an, so dass ich am 7. Dezember erneut nach Whangarei aufbrach. Die Farbe in einem Bereich der Bilge hatte sich gel\u00f6st. Es handelt sich um ein produkt von Argentinien. Diese wollte ich unbedingt erneuern. Ebenfalls l\u00f6sen wollte ich die Bef\u00fcllung der Wassertanks, da hatte ich so ein Niveau-Problem, das Wasser lief \u00fcber bevor der dritte Tank gef\u00fcllt wurde. Dies konnte ich mit der Montage neuer Entl\u00fcfungsschl\u00e4uche l\u00f6sen.<br \/>\nNebst Wasser und Diesel musste ebenfalls viel Verpflegung und Getr\u00e4nke gebunkert werden. Die Preise sind her auf der Nordinsel doch einiges tiefer als im S\u00fcden. Am 8.12. war noch die CD-Taufe von der Band Mermaid Bait, dieser Event war sowas von cool.\u00a0Andi brachte ich am 10.10. nach Auckland zum Flughafen.<br \/>\nAlles erledigt. Somit begann die Warterei auf ein Wetterfenster. Um von der Nord- zur S\u00fcdinsel zu gelangen,\u00a0 empfiehlt es sich zuerst nach Norden das Cape Reigna grossr\u00e4umig zu\u00a0 umsegeln um danach auf der Westseite s\u00fcdw\u00e4rts zu steuern. Dies weil die Winde besser sein sollen, der Weg insgesamt k\u00fcrzer und besser planbar ist. Es braucht ein Tief, das sich von Tasmanien nach Neuseeland aufmacht, so dass man auf dessen Vorderseite die Winde von Nordwest nutzen kann. Tats\u00e4chlich \u00f6ffnete sich ein Fenster, zwei aufeinander folgende Tiefs waren im Anmarsch, leider war jedoch noch ein Hoch \u00fcber Neuseeland, darum war kein Wind an der Ostk\u00fcsze bis nach Cape Reinga. So kam der Deutz wieder mal so richtig in Einsatz.<br \/>\nCape Reinga war sehr spannend. Ein Blick auf die Str\u00f6mungskarten versetzt ins Staunen. Es bedeutete f\u00fcr mich eine grossr\u00e4umige Umfahrung des Capes. Danach traf der vorausgesagte Wind dann auch ein, leider mehr aus West denn Nordwest. Ein Amwindkurs \u00fcber mehrere Tage nach S\u00fcd folgte, mit gutem Ausgang: Angekommen nach 4 Tage auf See in Nelson, just bevor der Wind auf 40 Knoten aus S\u00fcd drehte.<br \/>\nngg_shortcode_1_placeholder<br \/>\nNelson ist eine kleine Stadt mit Hafen und Sandbarriere davor. So liegt es sich im Vorhafen bei bis zu zwei Knoten Strom und viel Wind eher unruhig, doch mindestens kostenfrei. Die Marina ist ja nicht wirklich attraktiv, eher uneinladend. Und sch\u00f6n ist es hier auch nicht, viele Berge und H\u00fcgel sind kahl, die B\u00e4ume abgeholzt und nach Asien verschifft.<br \/>\nngg_shortcode_2_placeholder<br \/>\nNun wo brausen denn all die Boote hin, die hier aus dem Hafen kommen? Schliesslich ist ja Ferienzeit. Nach Abel Tasman! Somit segelte ich hinterher, um die goldenen Str\u00e4nde im Naturpark zu besuchen. Ja und es hat sich gelohnt! Wundersch\u00f6ne Str\u00e4nde und viel tolle Natur warteten auf mich: Viele V\u00f6gel, Seehunde und Steine. Kehrseite der Medallie: Unglaublich viel Tourismus hat sich hier etabliert, viele Kanus sind unterwegs und noch mehr Wanderer krabbeln wie Ameisen auf den Bergen rum. Viele Speedboote und l\u00e4rmende Jetskis sind am rumrasen. Und nat\u00fcrlich all die Segler aus dem Nelson Hafen ankerten an zwei halbwegs gesch\u00fctzten Stellen.<br \/>\nngg_shortcode_3_placeholder<br \/>\nNach dem Neujahr gings dann wieder zur\u00fcck nach Nelson, um bisschen frische Sachen zu kaufen, und nochmals W\u00e4sche zu waschen. Danach neues Ziel: Marlborough Sounds.<br \/>\nPlanm\u00e4ssig setzt der S\u00fcdwind ein, der mich durch den French Pass bl\u00e4st, eine Engstelle wo das Wasser bis zu sieben Knoten durchstr\u00f6mt. Nur w\u00e4hrend 20 Minuten, alle sechs Stunden, ist das Wasser still (slack), in denen (unter Motor) die Durchfahrt m\u00f6glich ist. Nun bin ich da wo ich schon lange sein wollte: in den Marlborough Sounds der S\u00fcdinsel.<br \/>\nThomas<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach Totenstille auf unserem Blog will ich versuchen, meine Zeit nach der langen Heimreise in die Schweiz von Anja zusammenzufassen. 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