August 11 2014

Sanierung beendet

Gestern hatten wir unseren letzten Arbeitstag! Und das Schiff ist wieder schön und wie neu. Es war eine intensive Erfahrung, so hart hatten wir wahrscheinlich noch nie gearbeitet…
Die Resultate im Überblick:
– Farbe des gesammten Decks runtergeholt, mit 2x Epoxy Primer und der Farbe Spitalweiss neu gestrichen. Dafür mussten alle Decksaufbauten wie Doradelüfter etc. davor abgeschraubt, danach wieder montiert und gedichtet werden. Ich kann Sikaflex nicht mehr sehen…
– Relingsrohr Backbord ersetzen lassen, die Relingsstangenhalter dranschweissen lassen, neuer Schwanenhals, neue Notpinne herstellen lassen…
– 14 Fenster (Bullaugen) rausgenommen, zwei Löcher am Deck neu schweissen lassen, Rostsanierung rund um die Fensterrahmen, Innenverkleidung dreier Fenster weggenommen, dann die Fenster polieren, mit Dichtungsmasse füllen und nach dem Streichen wieder einbauen. – Bugspriet und Ankerkastendeckel geschliffen und neu lakiert.
– Ankerkasten vom Rost befreit und mit Bilgenfarbe gestrichen, Ankerwinch demontiert, Kette raus, danach wieder montieren, gesamte Elektrik neu verdrahtet, mit jetzt 2x 130 Ah Batterien als zweite Batteriebank nutzbar, Bilgenpumpe installiert.
– Acrylfenster des Deckshauses poliert. -Elektrik überarbeitet,  so haben wir nun zwei unabhängige Batteriebänke. Neuer Windgenerator installiert, Rutland 914i.
Diese Arbeiten erfolgen in der Caley Marina, wo wir frei liegen konnten und arbeiten am Schiff erlaubt ist. Rund herum hatte es Leute, die an ihren Boote werkelten und schraubten, es hatte eine Werkstatt und einen Ship Shop mit allem Zubehör. Zum Glück brauchten wir davon nicht so viel, denn neue Sachen mussten wir kaum kaufen, da alles wieder verwendet werden konnte. Ausser natürlich Kleinigkeiten wie Schrauben, Farbe und sonstige Kleinteile. Der grosse Kostenblock waren die Schweissarbeiten, diese wurden aber sehr professionell ausgeführt. Internet hatten wir auch immer schön, die Antenne aus Tschechien hat sich enorm bewährt, ich kriege Verbindung bis zu 500 Meter problemlos hin.
Nun sind wir im Caledonial Canal vor der letzten Schleuse zum Loch Ness und geniessen unseren ersten arbeitsfreien Tag seit langem. Wir haben nun sieben Tage Zeit, diesen wunderschönen Kanal zu druchkreuzen, ehe wir in Fort William wieder auf Salzwasser stossen. Wir freuen uns auf ein paar erholsame Tage ehe es danach weitergeht an die Südküste Irlands. Dort möchten wir Crosshaven ansteuern, um dort auf ein Wetterfenster zu warten um die Biskaya zu bezwingen, Ziel Madeira. Wenn wir das geschafft haben, können die schönen Zeiten beginnen, denn dann ist der Zeitdruck weg, den wir doch noch haben, da vor mitte September die Biskaya durchschifft werden sollte, da danach die wilden Herbststürme toben werden und es so richtig ungemütlich werden kann in Europa. Ebenfalls kommen wir so in Gebiete, wo es nicht mehr so teuer ist wie in den europäischen Gegenden…



Copyright 2019. All rights reserved.

Posted August 11, 2014 by robusta in category "Schottland

0 COMMENTS :

  1. By Christian on

    What a job, well done !!! Ich kann mir gut vorstellen wie ihr gekrampft habt. Habe diesen Frühling das Unterwasser meiner Varianta saniert und das ganze Boot aufpoliert . Das reichte mir schon … Also gute Fahrt auf dem weißen Schwan 🙂

    Reply

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *