November 25 2014

Santa Cruz de la Palma

Satte zweieinhalb Wochen lagen wir in der Marina La Palma auf der gleichnamigen Insel, im wunderschönen Städtchen Santa Cruz. Die Insel ist eine der grünsten und war ein toller Kontrast gegenüber Fuerteventura, wo die Trockenheit überall sichtbar ist. Wir segelten in nur 50 Stunden die 210 sm von Corralejo hierher. Schönstes Segeln mit gutem Wind. Nun warum lagen wir so lange hier ? Erstens gefiel es uns sehr, doch der Hauptgrund war ein kommendes Tief, das von Westen die Kanaren treffen soll. Es war schön in den Wetterkarten zu sehen, mal war’s südlich der Kanaren vorausgesagt, mal nördlich. Beide Prognosen sagten viel Wind und auch Regen voraus, nicht sehr gemütlich zum Ankern vor La Gomera, wo wir eigentlich hin wollten. Santa Cruz hingegen war im Lee des Tiefs, so schützten uns die Vulkanberge vor dem Wetter.
Und so kam es dann auch, das Tief, mit viel Wind und Regen, kalt wurde es, bis 15 Grad in der Nacht. Und ja, das ist kalt, wenn der Körper sich an die warmen Temperaturen gewöhnt hat… Aber der Wind und der Regen haben wir nur vom Hörensagen vernommen, denn wir waren ja im Lee der Insel. Viel gewandert sind wir und auch die Robusta hatte neue Spielzeuge bekommen, wie ein neuer Kühlschrank, neue Solarpanels.
Viele neue Freunde gefunden, von diversen Schiffen mit verschiedenen Zielen. Da war die Pentagram, ein Schiff mit drei Engländer und einem Portugiese, die fahren durch den Panamakanal. Haben schon einen Termin, darum sind sie in Eile. Der Brief der Bank, der nicht kam, zwang sie aber zum Warten in La Palma. Ein anderes Schiff, aus Ferrocement, schon ziemlich alt aber mit Charme, gesteuert von einem Engländer, alleine unterwegs, da sein Mitsegler nach der stürmischen Biskaya voller Angst abgesprungen ist. Er wird mit uns in den Kap Verden Weihnachten feiern.  Dann gab es einen Holländer auf einer Bavaria, mit Chartergästen drauf.
Anja hat eine alte Bekannte auf der Insel  endlich im Facebook gefunden und gleich angemailt. Wow das war ein tolles Wiedersehen nach über 20 Jahren ! Wir besuchten sie dann mehrmals und durften in einem schönen richtigen Bett übernachten. Auch Inseltouren im Auto haben wir unternommen, war mal richtig toll mit einem Auto unterwegs zu sein.
Gestern haben wir dann endlich die Insel verlassen. Um Mitternacht Leinen los nach La Gomera, San Sebastian. Davon mehr im nächsten Post, nur soviel: Wir quatschten in einer Bar mit einem Schweizer Päärchen, die waren zwei Wochen in Valle Gran Rei (unser eigentliches Ziel), die ganze Zeit Sturm, Regen und sehr ungemütlich war’s ! Das wär nichts geworden mit Ankern während diesem Tiefs.
 



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Posted November 25, 2014 by robusta in category "Kanarische Inseln

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