August 15 2014

Fort William – Port Ellies

Die letzte Etappe  durch den Caledonien Canal ist leider durchlaufen. Neptuns Staircaise mit insgesamt 10 Schleusen passierten wir in einer  Stunde und 43 Minuten.
GOPR0301
Ich bin froh werden wir von oben nach unten geschleust. Wenn  das Wasser aus den Kammern abläuft ist das Schiff einiges leichter an den Leinen zu halten.  Bis zum Gipfel, sage und schreibe auf  32 Meter(!) über
Meer. Ich konnte kaum glauben, dass wir bloss so hoch sind. Die Landschaft mit ihren kargen Bergen 
erinnert mich eher  an die Gegend auf dem Albulapass in den Schwiizer Alpen der immerhin 2315 Meter über Meer liegt! Aufwärts ist bekanntlich beschwerlicher. So ist es auch beim Schleusen. 
 In wenigen Minuten fliessen Millionen Liter Wasser in eine Kammer. Dies verursacht vor allem im forderen Teil mächtige Wirbel und braucht viel Kraft die Yacht schön an der Mauer zu halten um die Leinen nachzuziehen – besonders bei 14 Tonnen werden die Muckies schon etwas beansprucht.
Die Lock Betreiber sind immer sehr hilfsbereit und immer für ein Spässchen aufgelegt. Dies auch bei strömendem Regen!


Mit 6 bis 7 Knoten, gleiten zu sagen wäre bei Robusta‘ s Masse etwas übertrieben,  brausen wir von Fort Williams gegen Süden bis Port Ellies wo der Laphroaig produziert wird. Eine Besichtigung in der Whisky Destillerie war unumgänglich.
Port Ellies ist ein winziges Kaff. Wie wir erfahren mussten, verdienen die meisten Menschen hier ihren Lebensunterhalt in einer der Whisky Destillerien.
Dooferweise war genau in diesem kleinen Kaff unser Gasvorrat ausgegangen. Voll blöd. Hatten einfach nicht mehr daran gedacht die leere Ersatzflache zu ersezten. Dies vor einer dreitägigen Ueberfahrt. Drei Tage kaltes Futter? Kein Kaffee, kein Frühstücksei, kein Boretsch der einem wirklich gut Energie gibt. Mühsam.
Siehe da, neben Robusta liegt eine Schweizer Yacht im Hafen. Optimal denke ich. Frage die gleich mal an, ob sie uns ein Kilo Teigwaren aufkochen können, damit ich eine anständige Ladung Pastasaltat auf Vorrat als Alternative zubereiten kann.  Der junge Typ den ich anquatsche, verspricht mich zu rufen,  wenn sie fertig gegessen haben.  Mit einem grossen Topf voll Wasser und Teigwaren und natürlich mit einem Paket Simpsons Iced Ring D’OH NUTS als Dankeschön bepackt, kletterte ich an Board. Wurde aber von Frau Oberskipper subito wieder von der „Flying Hirsch“ (oder so ähnlich) gewiesen. Hat mich dann schon etwas irritiert und zu denken gegeben. Bis anhin hatte ich die Erfahrung gemacht, dass Segler untereinander sehr gastfreundlich und hilfsbereit sind. Hätte ich doch nur den netten gut aussehenden Typen von Irland, mit dem wir einen ausgelassenen Abend auf der Robusta verbracht haben gefragt. Hat wohl was mit dem ganzen Versicherunswahn und der Angst vor Klagen, die  längst von West den Europäischen Kontinent erreicht hat zu tun. Na ja, ist ja schon ein Armutszeugnis unserer Gesellschaft. Was soll schon passieren. Null Seegang, alles trocken und so unsportlich bin ich auch nicht, dass ich mich gleich verletzen könnte wenn ich auf ein fremdes Boot steige. Mach ich ja auch nicht ganz zum ersten Mal.
Der Nudelsalat schmecktejedenfalls trotz guter Würzung etwas fade!
Anja



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Posted August 15, 2014 by robusta in category "Schottland

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