April 10 2020

Iōjima Island

Irgendwie rennt uns die Zeit davon. Bis Juni ist die beste Periode um von Hokkaido nach Alaska überzusetzen. Doch sind bis dann die Grenzen wieder offen? COVID19 löste eine Art Fortbewegungslahmheit in uns aus. Wir sind recht deprimiert und wissen nicht so recht wie es weiter geht. Noch können wir uns innerhalb von Japan frei bewegen. Was bedeutet COVID19 für die Japanische Bevölkerung? Die Regierung setzt, ähnlich wie das Schwedische Konzept, auf “Soft Government Directives” und appeliert somit an die Vernunft jedes Einzelnen. Zu Hause bleiben, Hände waschen, Schutzkleidung tragen und Physical Distancing (ich weigere mich den Ausdruck Social Distancing zu verwenden!)

Viele Langfahrtensegler stecken zur Zeit auf der ganzen Welt, in teils prekären Situationen fest. Dürfen nun seit fünf Wochen nicht die Yacht verlassen. Unverständlicherweise auch nicht nach einer Quarantänezeit von zwei Wochen. Lebensmittel und Wasser besorgen ist oft nur mit einer amtlichen Bescheinigung möglich, oder muss sogar über Drittpersonen organisiert werden. Die Angst ist allgegenwärtig. Touristen bringen Corona und so schnell verwandelt sich ein Virus in ein Schimpfwort. In vielen Regionen der nördlichen Hemisphäre beginnt die Zeit der Wirbelstürme. Einige Regierungen haben bereits angedroht, dass die Segler verschwinden müssen. Aber wohin denn bitte? Die Weltmeere sind keine Strassen die in jede Richtung nach Belieben befahren werden können. Je nach Saison sind Wetter, vorherrschende Windrichtungen und deren Stärke zu berücksichtigen. 

Corona ist ein echtes Desaster. Ist das Virus wirklich so gefährlich? Oder sind die Empfehlungen der WHO und die Entscheidungen der Regierungen schlussendlich das grössere Übel? Ich persönlich zolle all diesen Entscheidungsträgern grossen Respekt. Egal wie entschieden wird. Kritik wird es immer hageln. Mit dem Lockdown geraten viele Menschen in drastische finanzielle Schwierigkeiten. Da lese ich doch gerade in einem Artikel folgendes: das Welternährungsprogramm geht davon aus, dass sich durch die Corona Pandemie der Welthunger verdoppeln wird.

Zur Zeit komme ich mir echt blöd vor über unsere Weltumsegelung zu berichten. Ich möchte helfen. Irgend etwas sinnvolles tun, statt über die Weltmeere zu schippern. Nun poste ich einfach noch ein paar Bilder und ich habe mir vorgenommen, jedes mal wenn ich spazieren gehe, eine Tüte mitzunehmen um angeschwemmten Müll einzusammeln. 

Wer auch Gutes tun will, hier ein Link von unseren Freunden Claudi und Jona, die zur Zeit in Thailand sind. Weil der Tourismus ausbleibt, fällt auch der Verdienst weg.

INFOS FÜR SEGLER

Hafen von Nagahamaura Bay (siehe Foto google maps)

Wir konnten am Schwimmsteg liegen. Jemand von der Gemeinde wollte wissen ob wir Fieber haben.

Keine Kosten

Ob das eisenhaltige braune Wasser den weissen Rumpf einer Yacht verfärbt, kann ich nicht sagen. Robusta hat einen schwarzen Rumpf.



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Posted April 10, 2020 by robusta in category "Japan

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