January 13 2017

Endlich!

Alle Papiere sind nun in Ordnung. Gobernation hat ohne allzu grosses Tamtam unsere Visas um 10 Tage verlängert. Nun noch den Ausreisestempel bei der PDI (Policia de Investigacion) abholen und mit all diesen Papieren bei der Armada das Zarpe holen.
Einen Kaffee? Ein Bier oder lieber einen Pisco sour? Die sehr jungen Beamten lehnen mit einem dezenten Lächeln ab. Eventuell sind sie von Gesetztes wegen noch zu jung um am hellichten Tag Alkohol zu sich zu nehemen. Aus einer grauen Mappe zückt der eine nun ein Formular. Alle Yachten müssen vor dem Verlassen Chiles einen Sicherheitsckeck durchlaufen.
Fogendes wollten die sehr jungen Beamten in ihr Formular festgehalten haben.
Nur gefragt, nicht nachgeprüft:
Rumpfmaterial, Grundberührung? Beulen am Rumpf?
Stabilität der Yacht: könnte die Rosusta kentern?
Zustand Rigg und Segel, Anzahl Ersatzsegel,
Motor: Zustand, Leistung, Ersatzteile für Motor, Motorenoel,
Werkzeug vorhanden um alles selber reparieren zu können,
Folgendes wollten sie sehen:
Sicherheitsmaterial: EPIRB (Seenotfunkboje), Seenotraketen, Rauchsignale, Rettungsinsel mit Wartungszetifikat, Schwimmwesten, Rettungswesten am Heck mit Leine und Signalstab, Feuerlöscher, 1. Hilfe Koffer Inhalt, Tabelle Flaggenalphabet und so eine komische Tabelle mit Seezeichen, Schiffsbefeuerung muss sichtbar irgendwo aufgehängt sein. Wir haben es auf einer Kaffeetasse.
Also nun kann es losgehen! Die längste Etappe unserer bisherigen Reise!
Freuen uns auf eine ungewöhnliche spannende Zweisamkeit im grossen stillen Ozean!
Beim Auslaufen ist das Boot der Armada überschnell an der Robusta vorbeigerast. Die 120 Eier, die ich in diesem Moment zur längeren Haltbarkeit mit Vaseline einschmiere, sind fast durch die ganze Bude geflogen. Das waren bestimmt die beiden jungen übermütigen Beamten!
 
 



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Posted January 13, 2017 by robusta in category "Chile

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