August 1 2020

Segeln in einer Karawane

So und nun grabe ich in meinem Hirn zurück nach Dutch Harbor. Zurück, weil bereits einige Zeit vergangen ist und wir bereits in Homer angekommen sind.

Ablegen von Dutch Harbor war wie vermutet der Horror. Daran erinnere ich mich noch bestens. Mit dem Langkieler rückwärts über eine länger Distanz manövrieren, ist nahezu unmöglich. Obwohl sich die Robusta beim Ablegen ungewollt um 180 Grad gedreht hat, blieb der Steg unversehrt, kein Fischkutter ist gesunken und das Seezeichen steht auch noch an der selben Stelle. In brenzligen Situationen funktionieren Thomas und ich recht gut.

Der Plan ist gemeinsam mit unseren neuen Freunden, bis in das 650 Seemeilen entfernte Homer zu segeln. Dort werden wir mit der Robusta, oder besser formuliert, in der Robusta, im Hafen von Homer überwintern. John und Jenifer stellen ihre Yacht Caro Babbo in einer Werft an Land. Die beiden werden den Winter in ihrer Heimat Port Townsend, in Washington verbringen.

John und Jenifer sind noch nie in einer Karawane gesegelt. Dies ist aus diversen Gründen auch nicht ganz simpel.

Jede Yacht verhält sich anders. Die einen segeln viel schneller, laufen höher am Wind, vertragen grobe See besser. Ein weiterer Faktor ist die Crew. Welches ist die sicherste Route? Und ganz wichtig, wo liegt die Grenze des Erträglichen von jedem Einzelnen. Menschen sind verschieden. Rücksicht auf unterschiedliche Bedürfnisse sind auch hier essenziell. Was heisst nun Rücksicht aufeinander nehmen? Diese Frage könnte schon ein ganzes Kapitel füllen. Ungereimtheiten ansprechen ist jedenfalls immer ein guter Weg.

Reisen mit anderen Seglern lieben wir. Optimal waren Erlebnisse mit bis drei Yachten. Oder wenn eine bis zwei Personen mit der Robusta mitsegelten. Eine grössere Crew ist vor allem auf längeren Passagen eine grosse Entlastung bei den Wachen oder der Essenszubereitung. Im Fall einer Panne, die eben immer in den unmöglichsten Situationen auftreten, ist es doch einfach nett noch jemand Vertrauten an der Seite zu wissen.

In Alaska müssen Passagen sehr sorgfältig geplant werden. Das Wetter wechselt rapide. Starker Wind und enorme Strömungen zaubern aus dem Nichts eine gefährlich hohe ungestüme See. Die Region zählt zu den grösseren Schiffsfriedhöfen der Erde. Der US-Coast Pilot Nummer 9 ist ein unverzichtbares Hilfsmittel. Mit den lokalen Fischer besprechen wir unser Vorhaben ebenfalls. Sie geben wertvolle Ratschläge und verraten bei einem Bier die besten Ankerbuchten, um sich bei Sturm in Sicherheit zu bringen. Sie legen uns nahe, bis spätestens Mitte September in einem sicheren Hafen für die Wintermonate zu sein. Ups, das kommt jetzt etwas überraschend. Bleibt für die 650 Seemeilen nicht gerade viel Zeit! Nur gerade mal knapp zwei Monate.

Bei starkem Kaffee und Kuchen wird ausgiebig geplant. Wann die nächste Möglichkeit Internet zu empfangen ist nicht klar. Seekarten studieren, Gezeiten und Strömungen berechnen, Reiseberichte von anderen Segler lesen, Wetterprognosen vergleichen. Weiter östlich, soll das Wetter etwas freundlicher sein. So überreden wir John und Jenifer schon mal für einen längeren Schlag mit Nachtfahrt. Einfach mal um dieser üblen Nebelsuppe der Aleuten Inseln zu entfliehen. East Anchor Cove liegt 134 Seemeilen von Dutch Harbor entfernt. Sollte das Wetter umschlagen, so werden weitere Alternativen für einen Nothalt ausgearbeitet. Hier in geschützte Ankerbuchten einlaufen, ist wegen der starken Gezeitenströme nur zu bestimmten Bedingungen möglich und Zeiten möglich. Somit ist eine Alternative nicht immer die optimale Lösung zum Abwettern.

Wie und wann wir in East Anchor Cove ankommen, ist jeder Crew selber überlassen. Klar ist, morgens um sechs Uhr geht`s los. Proviant ist bereits mit dem Handkarren vom Hafen angeschleppt. Um sieben Uhr ist ein Termin bei North Pacific Fuel zum Diesel tanken ausgemacht. Es ist das erste Mal in meinem Leben, dass ich einen Termin zum Tanken vereinbare. Doch die Fahrt von der Bering Sea in den Nord Pazifik führt durch den Unalga Pass, einem Durchgang in der Aleuten Inselkette. Dies ist an diesem Tag nur gerade um 11.07 Uhr möglich. Das Zeitfenster ist klein. Pünktlichkeit ist empfehlenswert. Dann ist Stillwasser und die starke Strömung kippt zu unseren Gunsten. Im Pazifik angekommen, schlafft der Wind schon bedenklich ab. Ich begutachte schon mal einen alternativen Ankerplatz. Doch der kann unmöglich angelaufen werden. Die Strömung läuft dort gegen den Wind. Eine Kondition die Tide Rips, hohe steile, gefährliche Wellen verursacht. Also auf die Zähne beissen und weiter ziehen. So versuchen wir vom Land entfernt auf stärkeren Wind zu treffen. Diese Taktik klappt. Mitten in der Nacht, verhält sich die Robusta eigenartig. Die Segel flappen, obwohl der Wind mit über 25 Knoten weht. Die Geschwindigkeit über Grund beträgt 16 Knoten!!! Krass. Absoluter Rekord. Offensichtlich ist da eine starke Strömung vom Akutan Pass. Dieser liegt jedoch sechs Seemeilen nördlich. Eine Meile entfernt kämpft sich Jenifer, dick eingehüllt in Schwerwettermontur bei Kälte und Regen, im offenen Cockpit von Caro Babbo durch die Fluten. Mich schauderts beim Gedanken an Jenifer. Alles etwas unheimlich. Ich hocke gemütlich im geheizten Schiffsbauch der Robusta oder im geschützten Deckshaus. Ein kurzer Funkkontakt per VHF tut gut. Selbst bei Tageslicht in solchen Strömungen zu segeln, ist schon ein echter Kick. Im Akutan Pass treten zur Spring Tide Strömungen bis zu zehn Knoten auf. Diese Wellen mit Wind dagegen, wage ich mir schon gar nicht vorzustellen. Das alles ist nicht neu für uns. Patagonien hat von uns einiges abverlangt und nun profitieren wir von diesen wertvollen Erfahrungen. Ein wesentlicher Unterschied zu Patagonien, damals hatten wir keine Informationen betreffend Strömungen oder Gezeiten. Die Seekarten wiesen teilweise beachtliche Abweichungen von bis zu mehreren Seemeilen auf. In Alaska stehen die sehr detaillierten Seekarten von der NNOA kostenlos zum Download zur Verfügung. Doch aufgepasst, durch die hohe seismische Aktivität, ändert sich die Wassertiefe dauernd. 

 

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July 23 2020

Schreibfaul

Ich war faul. Präziser ausgedrückt – schreibfaul. Die Tage sind in den hohen Breiten Alaskas gegen zehn Stunden lang. Die Natur ist zu schön um in den Computer zu glotzen. Lange Streifzüge durchs Gestrüpp, Tiere beobachten und die irre schönen Sonnenuntergänge bestaunen, Kräuter und Beeren sammeln, Fischen und Leckereien aus der Natur konservieren riss uns derart in Bann. Nun nehme ich mir wieder mal Zeit, um den Blog zu füttern. Bin hoch motiviert. Denn im Hafen von Homer, wo es bereits November ist, pfeift der Wind mit gegen 50 Knoten und das Thermometer ist auf unter null Grad Celsius gefallen. So ist mein ausgeprägter Bewegungsdrang schleichend in eine Art Winterschlaf verfallen.

Bin nun gemütlich vor dem Laptop installiert. Doch ausgerechnet die Ö-Taste funktioniert nicht. Toll! Simone Hilfe, wie kann ich das Ö reparieren? Google weiss das nicht! So pople ich mal vorsichtig den Buchstaben von der Tastatur weg. Dabei bricht ein Fingernagel ab. Deswegen habe ich verpasst, die Flugbahn der Taste zu verfolgen. Die Motivation schliddert schon wieder in den ähnlichen Bereich der Aussentemperatur. Und übrigens bleibt die Taste für immer verschollen. Thomas hat für den Laptop eine neue Tastatur bestellt. Ich bin über diese Lösung höchst erstaunt. Dachte schon, wegen paar Buchstaben ist der ganze Laptop für die Tonne. Endlich ist fast alles wieder perfekt. In den USA gabs leider keine Deutsche Tastatur.  

Liebe Lesende, gebt mir doch wieder mal paar Anregungen was ihr gerne in diesem Blog erfahren möchtet. 

 

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July 20 2020

Dutch Harbor

Wie lange segeln wir jetzt schon? Wie doof bin ich nur, gerade diesen Parkplatz gewählt zu haben? Da kommen wir nie mehr raus! Ich sah diese eine Segelyacht. Wie durch Magnetismus angezogen, quetschte ich die Robusta in den engen Kanal, zwischen Felsen und Steg. Mist. Per Funk ist vom Little Boat Harbor niemand zu erreichen. Es dauert jedoch nicht all zu lange und da taucht ein Mann in Uniform auf. Sein Gesicht ist verhüllt. Mit einer Maske aus einer bunten Unterhosege gebastelt. Da müssen wir erst mal lachen. Zur Zeit ist Einklarieren in Dutch Harbor nicht möglich. Die zuständige Person sei gestorben. Das weitere Prozedere ist unklar. Jedenfalls dürfen wir ohne Quarantäne an Land, da wir fünf Wochen auf See verbracht hatten. Und schon sitzen wir, in so einem richtig überdimensional grossem Amerikanischem Pick Up Truck vom Hafenmeister. Bald ist auch klar warum. Alles ist echt weit entfernt. Zu Fuss hätte der Rundgang Stunden gedauert. Die Duschen sind im zwei Kilometer entfernten neuen Hafen vom South Cannal. Internet ist mega teuer. WIFI Hotspot, 1GB für 25 USD. Im Dorf, welches ebenffalls zwei Kilometer entfernt ist, gibt es in der Bibliothek freies WIFI. Jedoch nur an der kalten frischen Luft, auf vandalensicheren Bänken aus Stahl. Wegen COVID19 darf das Gelände der Fischfabrik nicht betreten werden. Was soviel bedeutet, dass der Weg zu den Geschäften um ein Vielfaches länger ist. Die Abkürzung über’s Fabrikgelände ist mit Wachpersonal gesichert. Diese Massnahmen sollen das Virus aus der Fabrik halten.

Dutch Harbor ist der grösste Fischereihafen in Alaska. In der Glotze habe ich mal vor Jahren, auf D Max Männer TV, eine Sendung über die härtesten Jobs der Welt, gesehen. Da war eine Reportage über die Fischer von Dutch Harbor. Hartgesottene Männer, auf kurzen klumsig wirkenden Stahlkuttern (lizenzbedingt), in monströser eisiger See mit dickem Nebel und Schneegestöber, gegen Seekrankheit kämpfend. Die Männer hievten Fischkadaver in riesigen Netzen an Deck. Damals wusste ich noch nicht, dass ich jemals nach Alaska segeln werde. Die Arbeit in den Fabriken erscheint mir wegen des enormen Gestank auch nicht gerade angenehmer. Vlado, Drago Isabella, Jorge, Vhuan, kommen von Osteuropa, der Ukraine, Philippinen und der Karibik. Ich komme mit ihnen vor der Bibliothek ins Gespräch. Sie sind nicht wegen der bezaubernden Landschaft hier. Pedro teilt freudestahlend und etwas gar überdreht mit, er hätte in den letzten zwei Tagen 1500 Dollar verdient. Ein Fischkutter musste entlanden werden. Doch dazu fehlte Personal. So hat Pedro tatsächlich 36 Stunden durchgearbeitet und dabei hunderte schwere Kisten geschleppt. Die ersten acht Stunden zum regulären Lohn. Für die nächsten acht Ueberstunden zum doppelten Tarif und so weiter. Das ergibt einen durchschittlichen Stundenlohn von 41 Dollar. Sein Traum ist, eines Tages in seiner Heimat, ein eigenes Restaurant zu besitzen. Dafür lohne es sich eine Zeit lang hart zu arbeiten. Mirelisa kippt in der Bar beinahe vom Hocker. Nein sie ist nicht betrunken. Sie arbeitet seit neun Monaten 12 Stunden pro Tag. Das an sieben Tagen pro Woche! Sie will ihren Kindern in Rumänien ein besseres Leben ermöglichen. Es ist schon krass. So viele Fragen kommen auf. Wieso haben sich Menschen in so einer unwirtlichen Gegend überhaupt angesiedelt? Wir wollen mehr dazu erfahren. Ein Besuch im Museum ist wegen covid19 nur mit Voranmeldung möglich.

Doch erst kümmern wir uns um die anstehenden Reparaturen. Die Windsteueranlage Pacific Plus benötigt zwei neue Lager. Das Klo verlangt schon wieder nach Zuwendung. Dies obwohl sämtliche Dichtungen noch vor der Überfahrt von Thomas ausgewechselt wurden. Ich denke, es ist wieder mal an der Zeit, alle Schläuche auszubauen und zu reinigen. Durch die Kombination von Harnstein und Salzwasser, lagert sich eine beige weiche Schicht ab, die zum Totalverschluss der Leitungen führen kann. Nicht gerade der Spassjob. Am Kochherd ist die kardanische Aufhängung auf der Fahrt von Japan nach Alaska abgebrochen. Gasflaschen auffüllen ist hier endlich wieder möglich. Und jetzt ist noch ein fetter Adler auf dem Windanzeiger auf der Mastspitze gelandet und hat diesen dabei zerstört. Wäsche waschen ist nur im Hotel möglich. 25 Dollar für eine Maschine! So wasche ich halt wieder mal, wie zu Omas Zeiten von Hand mit eisig kaltem Wasser. Doch in dieser Nebelsuppe trocknet die Wäsche überhaupt nicht. Sie mufft durch die Abgase der Fabrik nach Fisch. Jemand hat Erbarmen und lässt uns bei sich zu Hause sämtliche Wäsche waschen und trocknen. Schon seit langem freuen wir uns auf einen Besuch in einem Restaurant. Auf ein zartes Stück Fleisch, mit leckerer Gemüsebeilage. Doch die Fischer schenken uns jeden Tag einen Lachs. Immer wieder schaut mal jemand bei der Robusta vorbei. Wir freuen uns über diese Besuche. Meistens sind es Fischer die weit weg von der Heimat, mit ihren kleinen Kuttern die Saison verbringen. Sie geben uns die wertvollsten Tipps zu den schönsten Ankerplätzen und bringen uns bei, welche Angelhaken und Köder für diese Gewässer zum Erfolg führen. Und tatsächlich, der nackte Koder badet keine zwei Minuten im Wasser. Schon zappelt, die zu Hause als Lachs bekannte Delikatesse, ein King Salmon, an der Angel! Die Fischer wissen auch welche Beeren wir essen können. Telefonnummern und Adressen von Verwandten und Bekannten, die wir auf unserer Reise durch Alaska kontaktieren sollen, werden ebenfalls ausgehändigt. Ein echt herzlicher Empfang!

Rums und schon ist eine Woche rum.

Heute Nachmittag ist die Amerikanische Segelyacht Caro Babbo eingelaufen. Mit ihnen haben wir auf der Überfahrt von Japan schon fleissig per Mail kommuniziert. Jetzt sehen wir uns zum ersten mal und die beiden sind uns auf Anhieb sympatisch.

Der Unterhosenmann hat neue Informationen wegen dem Einklarieren. Er übergibt eine Telefonnummer. Die Beamtin von der CBD Custums & Border Protection vom Flughafen in Anchorage, nimmt einige Daten telefonische entgegen. Gleich darauf meldet sich der BDP Officer aus Nome per email. Der Status „Deferred Inspection“ ist ausgesprochen, was soviel bedeutet, dass wir weiter ziehen dürfen. Sind jedoch verpflichtet zu melden wenn wir in einen Hafen einlaufen, und im nächsten Port of Entry muss ordentlich einklariert werden. Doch all diese Häfen liegen tausende von Seemeilen weiter im Osten. Hoffen das wird im sonst so strengen Land klappen.

Nach einem netten Grillabend mit paar Leuten, wie kann es anders sein als mit Lachs, sinken wir alle zufrieden in die warmen Kojen. Es ist schon echt sau kalt hier. Es ist Hochsommer. Die Einheimischen latschen mit kurzen Hosen und T-Shirts rum, während wir Weicheier in voller Skimontur eingehüllt sind.

Energisch poltert jemand an die Robusta. Was ist denn das für ein Depp der da mitten in der Nacht nervt? Es ist Jack, der Mann vom kleinen Fischkutter, mit dem wir den Abend verbracht haben. Er weckt alle am Steg. Was soll der Stress? Autos werden gestartet und fahren irgendwo hin. Aus der Fischfabrik eilt eine ganze Karawane von Menschen an die frische Luft. Wir ziehen warme Kleider an und verschliessen die Robusta mit dem Steckschott. Der ganze Tumult ist durch eine Tsunami Warnung ausgelöst. Bitterer Ernst. Erinnerungen an Fukushima und Banda Ace und Thailand werden wach. Unter Schock klettern wir auf den mickrigen Hügel gleich hinter dem Hafen. Von dort glotzen wir nun ungläubig auf den Hafen ob sich das Wasser in irgendceiner Weise bewegt. Hinter uns stürzt ein Adler, der König der Lüfte, ungeschickt ins Gestrüpp. Das ist nun aber eindeutig ein schlechtes Zeichen! In 12 Minuten wird die erste Welle in Dutch Harbor eintreffen. Ein Erdbeben der Stärke 7.8 Magnitude ist der Auslöser. Ist das nun das Ende der Reise? Wie es damals in Fukushima die Segelyacht Freydis versemmelt hat? Es ist erstaunlich wie gelassen und diszipliniert sich alle verhalten. Im Fernsehen wäre doch Rempelei und panisches Geschrei zu sehen. Auch wir bleiben ruhig. Diskutieren fast schon sachlich, was wohl mit dem Schwimmsteg geschieht, wenn sich das Wasser erst zurückzieht und dann die Welle mit voller Wucht eintrifft. Ich wage nicht an einen endgültigen Abschiedskuss zu denken. Tue so, als wäre alles normal. Eine Stunde später kommt die Entwarnung per SMS. Dutch Harbor wurde 1964 von einem Tsunami komplett zerstört. Wie durch ein Wunder, ist dabei niemand ums Leben gekommen. Und schon wieder klopft es an der Robusta. Diesmal ist es der Hafenmeister der besorgt ist, ob alle wieder heil vom nächtlichen Ausflug zurück gekommen sind.

So uns juckt es endgültig von hier weg zu kommen. Jeniffer kommt mit dem neuen Wetterbericht. Morgen könnten wir los! Bei starkem Kaffee studieren wir intensiv die Route. Die Passagen von der Bering Sea in den Pazifik sind echt nicht einfach. Starke Strömungen mit Wind dagegen, führen zu gefährlichen hohen sogenannten Tide Rips. Im Akutan Pass wurden schon Wellen von 15 Meter Höhe dokumentiert.

Morgen um sechs Uhr in der Früh geht’s los zum Unalga Pass! Wird sich zeigen, ob wir richtig gerechnet und geplant haben.

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July 15 2020

Passage von Japan nach Alaska

Da war dauernd so ein flaues Gefühl in der Magengegend. Wirre Gedanken zogen wie schwarze Wolken am Horizont durch meine Seele. Öfter als üblich, schweift mein Blick über die sich immer aufgewühltere See. Jetzt, einen Monat nach der Ankunft in Alaska, kann ich diese abgründigen Gefühle einordnen. 

Es gibt einfachere Reviere. Segeln in der Westwindzone bedeutet mit dem schlechten Wetter zu ziehen. Regen und starker Wind, mit entsprechend hoher See, werden unsere Begleiter sein. In den höheren Breiten wird Nebel und Kälte zu einer weiteren Herausforderung. Ist echt schräg bei 30 Grad Hitze im Hafen die Schwerwetterkleidung an der Reling auszulüften. 

Vor der Abreise achten wir besonders darauf, alles sicher zu verstauen. Die Schapps sind zusätzlich noch mit Bettwäsche oder Klamotten vollgestopft, damit nichts rumrutscht und klappert. „Less mess ,, less stress“ ist die einfachste Formel auf See. So optimal wie sich’s anhört, ist’s dann aber auch wieder nicht. Das fällt spätestens auf, wenn keine Socken mehr im Kleiderfach zu finden sind, die nämlich gerade irgendwo als Polsterung im Einsatz sind. 

Mit unseren Freunden, die wenige Stunden vor uns in See gestochen sind, werden wir alle Tage die Position und die Befindlichkeit per Mail austauschen. Unser Ziel ist Dutch Harbor in Alaska (3300 Seemeilen). Pino segelt nach Victoria in Kanada, wo ihre Reise auch begonnen hat (4300 Seemeilen). Robusta ist mit VHF und Kurzwellenfunkgerät (SSB) ausgerüstet. Mails und Wetterbericht kann nur zu bestimmten Tageszeiten über das Pactor Modem gesendet werden. Dazu stehen 90 Minuten Sendezeit pro Woche zur Verfügung. Der Wetterbericht geht ebenfalls auf dieses Konto. Senden oder empfangen einer einfachen Email, dauert mehrere Minuten. Pino kommuniziert per Iridium Go, einem Satellitentelefon, welches zu jeder Zeit einsatzbereit ist.  Zusammengefasst.. die Kommunikation zwischen Pino und Robusta beschränkt sich auf Emails. So haben wir uns das jedenfalls vorgestellt. Doch die Seeregion östlich von Japan liegt nicht im Abdeckungsbereich. Die eine Betreiberstation liegt in Brunei, die andere in Hawaii. Beide sind zu weit entfernt.

Der Wetterbericht ist bereits sechs Tage alt. So feuert Thomi den altbewährten Wetterfax an. Nach einigen Minuten, taucht wie von Zauberhand das Bild mit den Isobaren auf. Ein weiteres kräftiges Tief zieht aus Ost heran. Kursänderung nach Südost ist angesagt. Nächster Wegpunkt liegt auf 32 Grad Nord. Der Wettlauf mit der Zeit beginnt. Schaffen wir es dem Tiefdruckgebiet auszuweichen? Jimmy Cornells Faustregel zu dieser Strecke lautet..südlich von 35 Grad Nord bis 165, 170 Grad Ost segeln. Von dort direkten Kurs nach Dutch Harbor anlegen. Doch dort wo Jimmy empfhielt, sieht es ganz und gar nicht gemütlich aus. (mehr dazu im Abschnitt “Gedanken zur Überfahrt”)

Pino, wo bist du? Wie geht es euch? Seit ihr seekrank? Könnt ihr essen? Seit ihr trocken?  Wo seit ihr???

Eurybia, Göttin der Beherrschung der Meere, ist eindeutig am pennen. Robusta taucht immer heftiger in die See. Ins Grosssegel ist das dritte Reff gebunden, der Klüver ist eingerollt. Die Fock steht noch. Die Windsteueranlage Pazific Plus arbeitet perfekt. Bei gegen 40 Knoten Wind, haut es den kardanisch aufgehängten Kochherd aus der Verankerung. Ist zum Glück nicht während dem Kochen geschehen. Mit Draht und aus Weinzapfen geschnittenen Keilen, sitzt der Herd wieder in der Nische fest. Doch er ist nicht mehr beweglich und der Inhalt der Töpfe wird bei Krängung garantiert rausflutschen. Fliegende Pfannen hinterlassen im neu renovierten Boden schon wieder deftige Hicke. Im Motorraum steht Wasser in der Bilge. Dort ist es sonst immer total trocken! Der Seegang war die letzten Tage immer wieder mal krass. Wellen schäumen über’s Deck. Jedes Tiefdruckgebiet beschert viel Regen mit minimaler Sicht. Doch zum Regenwasser für Trinkwasser sammeln, ist die See viel zu wild. Also ist sparen angesagt. 450 Liter Wasser müssen für mindestens vier Wochen ausreichen. Der Abwasch wird im Cockpit mit Seewasser vollzogen. Jede kleinste Tätigkeit ist anstrengend. Bin ich wirklich hungrig? Was ist eher auszuhalten? Sich in Schräglage am Herd abmühen oder vom Knurren des Magens wach gehalten zu werden? Muss ich wirklich pissen? Nein doch nicht. Ich nutze den Harndrang positiv zur Stärkung der Beckenbodenmuskulatur. 

In den Kojen fläzen und alle 20 Minuten Ausguck halten geht am besten. Wir lesen lustige, leichte Literatur und studieren viele Revierberichte über Alaska. Auf See schaue ich gerne Piratenfilme auf dem Tablet. Sowas soll Unglück bringen! Na ja, bis jetzt sind wir beide noch nicht abergläubisch. Im Motorraum steht schon wieder etwas Wasser. Es schmeckt salzig. Doch wo kommt es her? Wasser in der Bilge, ist auf hoher See eine echte Bedrohung. Thomas checkt mit der Taschenlampe alles nach Spuren ab. Seeventile, Schläuche, Stopfbuchse. Alles scheint dicht zu sein. Wird jedenfalls alle paar Stunden kontrolliert und das Wasser wird regelmässig abgepumpt. Ansonsten ist innen alles trocken. Thomas hat vor der Überfahrt sämtliche Bullaugen mit einer dicken Plastikfolie doppelverglast um Kondensation zu vermeiden. Die Decksluken ebenfalls. An den Rahmen hat er ein schmales Magnetband geklebt. Auf eine dicke Folie ebenfalls. So kann die Folie locker zum lüften entfernt werden und ist in wenigen Sekunden wieder montiert. Funktioniert perfekt! Das Klima in der Robusta ist noch immer angenehm. Keine Feuchtigkeit in den Schränken. Kein Gammelgeruch. 

Endlich kommt am zehnten Tag eine Funkverbindung zustande! Auf hoher See Mails zu erhalten, ist immer eine riesige Freude. Speziell die Mails von meinem Papa sind ein Hochgenuss. Sein Humor ist unübertrefflich und entlockt uns selbst bei verschissensten Bedingungen ein lautes Lachen. Kollegen vermitteln uns mit John und Jeniffer die gerade von Hawaii nach Dutch Harbor segeln. Von Reto sind mehrere Mails eingegangen. Er macht sich Sorgen. Doch er ist ebenfalls Hochseesegler mit jahrelanger Erfahrung. Er weiss, dass eher die Technik bockt, als das ein Schiff absäuft. Reto hat für uns täglich die Wetterlage für den Nordpazifik analysiert und geschickt. Das ist super wenn die Post auch ankommt! Die Entscheidungen zur Taktik liegt bei uns.

„Hatten Knockdown. Viel ist kaputt gegangen. Alles über der Wasserlinie ist zerstört. Alles im Boot ist nass! Liegen nun beigedreht in enormer See.“ Die Position unserer Freunde liegt über 300 Seemeilen nordwestlich von uns. Diese Nachricht versetzt uns buchstäblich in Schockzustand. Per Mail fragen wir nach was sie brauchen. Wie können wir helfen? In meiner Verzweiflung versuche ich etwas lustiges zu schreiben. Es macht mich fix und fertig nicht handeln zu können. Immerhin steht der Mast noch. Auch die Segel blieben unversehrt. Was die beiden im Mail nicht erwähnt hatten, erfahren wir erst später. Rekka wurde beim Knockdown über Bord geschleudert. Sie war vernünftigerweise mit einer Lifeline im Cockpit gesichert. Wir streiten uns manchmal zum Thema Sicherheit. Wir beide bewegen uns auch bei fettem Seegang noch akrobatisch an Deck. Oft schon zu selbstsicher. Über Bord gehen bei Sturm, Dunkelheit oder kaltem Wasser, bedeutet zu 99 Prozent das Todesurteil. Also ist das ganz klar verboten und wird mit lebenslanger Haft bei den Meeresungeheuern bestraft. Oberste Priorität ist sich zu sichern. Dafür ist auf der Robusta an Deck vom Bug bis Heck ein flaches Band angebracht. Wer das geschützte Center Cockpit verlässt, muss sich zuvor in diese Leinen einhaken. Eine Hand ist immer irgendwo festgekrallt. Wanten sind dazu eher geeignet als die Reling.

Robusta ist ein Stahlkutter. Ein Doppelender, was bedeutet das Heck ist gleich wie der Bug geformt. Mit 38 Fuss Länge ist sie eher klein (mit Bugspriet 44 Fuss). Desto kleiner und leichter die Yacht, umso beschwerlicher wird die Reise. Der Langkieler ist mit einer Verdrängung von 14 Tonnen ein fetter Mocken. Sie bewegt sich bei leichtem Wind unter 10 Knoten nicht nennenswert. Der Kutter verhält sich jedoch hervorragend bei schwerer See. Robusta’s Bewegungen sind träge, was sich sehr komfortabel anfühlt. Wir waren jedenfalls beide noch nie seekrank. Das Cockpit liegt nicht wie üblich hinten sondern weiter vorne, schon fast im Zentrum der Yacht. Das Deckshaus kann bei Bedarf ganz geschlossen werden. Auch beim Segeln. In den hohen Breiten, muss eine Yacht isoliert sein und eine Heizung ist für angenehmes Bordklima essenziell. Bei Regen und Nebel steigt die Feuchtigkeit in einer Yacht schnell mal ins unerträgliche. Matratzen und Decken werden schnell mal feucht. Auch die Wände und Polster werden von Schimmelsporen befallen. Die Kleider in den Schapps beginnen zu schimmeln.  Ein unangenehmer muffiger Geruch sind das Resultat. Alles nicht gerade toll für die Gesundheit.

Jedes Gefährt hat allerdings auch Nachteile. Robusta nervt vor allem bei leichtem Wind. Schon kurz nachdem der Kurs Richtung Nordost nach Dutch Harbor anliegt, wird es täglich spürbar kälter. Zäh liegt Nebel über der See.   Segeln in die gewünschte Richtung ist nicht möglich. Der Seegang beruhigt sich einfach nicht. Zum Beidrehen ist der Wind zu schwach. Schlaf zu finden ist unmöglich. Die Nerven liegen blank. Es macht uns nichts aus eine Flaute ohne Wellen auszusitzen. Doch mit dieser chaotischen Restwelle ist es kaum auszuhalten. Der Nacken versteift sich beim liegen, obwohl diverse Kissen und Leebretter ein Herumrollen verhindern. Auch der neue Wetterbericht verspricht kein Wind. Erst in drei Tagen zieht das nächste Tief heran. Nachts fallen die Temperaturen gegen fünf  Grad Celsius. Während einer Flaute bekommt der Klüver einen neuen Flicken. Hoffentlich hält dieses Segel noch bis Alaska. In der Nähe der Aleuten Inseln, tauchen immer wieder mal Frachtschiffe am Horizont auf. Auf Fischkutter treffen wir nicht. Die Passage vom Pazifik in die Bering Sea, durch den Samalgapass der Aleuten Inseln, klappt super. Exakt zum richtigen Zeitpunkt schlafft der Wind ab. Das ist ausnahmsweise mal nicht schlecht. Denn an eine Durchfahrt zwischen den Inseln bei Wind gegen Strom, ist gar nicht zu denken. Der Strom von über vier Knoten schiebt  in die perfekte Richtung. Leider bei dickem Nebel an den als so imposant beschriebenen vier Vulkaninseln vorbei. So bleibt nach 30 Tagen auf See der lang ersehnte Blick auf Land erstmal aus. Der Wettbewerb wer zuerst Land erblickt findet auch nicht statt. Alles erscheint recht unheimlich. Das Radar zeigt keine Schiffe oder andere Hindernisse. In der Hot Spring Cove, einer unbewohnten Insel der Aleuten fällt der Anker. Zum Nebel ist jetzt auch noch Regen dazu gekommen.  Wir sind so gespannt wie es hier aussieht! Vor dem Landgang wird erst mal ausgiebig und in aller Ruhe, ohne Seegang gefrühstückt. Aus einem kleinen Nickerchen wird ein stundenlanger Tiefschlaf. Egal, hier ist es ja bis Mitternacht noch einigermassen hell. Das Wasser in der Bilge ist auch nicht mehr nachgelaufen. Am Anfang der Reise hatten wir die Schrauben nicht im Motorraum Deckel vom Cockpitboden. Dort haben wir immer den Abwasch gemacht und somit muss Wasser in die Isolation gelaufen sein. Jetzt ist jedenfalls alles gut und trocken. Ufffff.

 

 

 

June 9 2020

Absprung von Shimoda

Und los geht’s!
Anfang Woche entwickelt sich wie gewünscht ein kräftiges Hoch. Es zieht südlich von 35 Grad nach Osten. Danach soll es in Shimoda kräftig stürmen. Dies scheint der perfekte Zeitpunkt um die 3300 Seemeilen lange Passage nach Alaska in Angriff zu nehmen.

Frisches Gemüse muss noch angeschafft werden, Wasser tanken, Dieseltank ist noch fast voll.
Ausklarieren ist in Japan etwas spezieller als an anderen Orten der Erde. In Shimoda selber ist dies nicht möglich. Dafür müssen wir in die Hauptstadt der Präfektur Shizuoka auf die Immigration. Unsere Freunde von der Segelyacht Pino warten noch auf ein Paket. Laut Tracking Nummer sollte dies jedoch bereits beim Empfänger angekommen sein.
Nach einer drei stündigen Reise mit dem Zug, hocken wir nun im vollgepacktem Immigrationbüro. Jeder zweite Stuhl ist mit Klebeband wegen Covid 19, als unbrauchbar markiert. Warten und dann viele Papiere ausfüllen. Als es ums Stempeln der Pässe geht, gerät alles etwas aus den Fugen. Thomas nervt sich weil ich verlangte, dass sie den Stempel eine Woche vordatieren sollen. War nur so eine spontane Idee falls wir morgen wegen dem Wetter doch nicht los kommen. Begründen tue ich die Forderung mit der extrem langen Anreise zu ihrem Büro und Japans launischem Wetter.  Mein stures Gemüt lässt es nicht zu, locker zu lassen. Dann fordere ich, sie sollen der Zollbehörde in Shimoda Bescheid geben, dass wir morgen um acht ausklarieren. Dafür seien sie nicht zuständig. Thomas schämt sich. Wir haben kein Telefon. Ausländische Touristen bekommen keine Telefonkarte. Eine Philippinin offeriert mir ihr Telefon zu benützen. Bei der kontaktierten Stelle spricht niemand Englisch. So reiche ich das Telefon den Beamten. Bitte reden. Die verstehen mich nicht. Jetzt werden wir aus dem Büro gewedelt. Wir sollen nach ein Uhr nochmals kommen.

Nach einem Stadtbummel in Shizuoka, stellt sich heraus, dass in Shimoda ausklarieren zur Zeit nicht möglich ist. Herzlichen Dank für die Abklärung! Und jetzt?

Sie hätten bereits organisiert, dass wir auf der Zollbehörde in Numazu ausklarieren können. Dies ist auf halber Strecke zurück nach Shimoda. Jetzt muss aber salles schnell gehen. So leisten wir uns den Hochgeschwindigkeitszug Shinkansen. Der elegante weisse futuristische Wurm, rollt quasi lautlos an den mit Sicherheitszaun versehenen Bahnsteig. Die wartenden Passagiere stehen brav in Einerreihe mit gebührendem Abstand an. Kein Gedränge. Die Sitze sind super konfortabel. Nun flitzt der Zug mit 320 km/h mitten durch Dörfer und Städte. Ich schreibe eine Nachricht an Pinos: eine Stunde Verspätung für Abschiedsessen. Bitte alle informieren, mein Akku ist fast leer!
Und dann ist auch noch die Zuglinie unterbrochen! Sowas passiert eigentlich gar nie im perfekten Japan! Doch diese Info kommt bei Pino nicht mehr an.
Robusta hat für die Zeit in Japan ein sogenanntes Naikosen erhalten. (Entbindet von der Pflicht in jedem Hafen erneut einzuklarieren. Wir hatten jedoch verpennt, in jedem Closed Port uns bei den Behörden zu melden. Dises Malheur kam aus, als wir die Aufenthaltsbewilligung verlängern wollten. Details zum Naikosen im Blog vom 24. Februar 2020)
Dieser Status muss nun auf dem Customs Office wieder ausgelöst werden.
Vom Bahnhof Numazu geht’s mit dem Bus in fünf Minuten zum Customs Office. Und siehe da. Die Beamten haben sämtliche Papiere bereits  vorbereitet. Nur noch paar Ergänzungen gabs zum nachtragen. Den versiegelten Alkohol hat niemand kontrollieren wollen. So korrekt wie die hier arbeiten, habe ich darauf spekuliert, wir dürfen gleich mit ihnen im Auto nach Shimoda fahren. So dann aber doch nicht. Die Panne mit dem Zug ist auch schon wieder behoben.

Total ausgehungert in der Kneipe angekommnen, ist da ausser ein grosser Tisch mit leergegessenen Schälchen niemand mehr. Was??? Das ist ja schräg. Wo sind denn nun alle? Wir sind echt enttäuscht. So beschliessen wir alleine was essen zu gehen. Gar nicht einfach um diese Zeit. In Japan schliessen die Kneipen schon früh. Da springt unser Freund aus einem Hamburgerschuppen auf die Strasse. Pinos seien ebenfalls nach Shizuoka zum Ausklariern gefahren. Das Paket sei heute morgen angekommen. Sie kommen in einer Stunde zurück! Shuhei führt uns in ein typisch Japanisches Restaurant. Das war dann doch noch ein netter Abschiedsabend.
Oh werden wir die Japanisches Küche vermissen! Nicht nur das. Jetzt wo ich die Zeit in Japan reflektiere, werde ich gerade etwas sentimental. Wir hatten echt nette Begegnungen. Bauern die uns Früchte schenkten,  und all die Einladungen oder für Ausflüge mitgenommen zu werden. Ein grosses Lob geht auch an die Japan Coast Guard für Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft.
Herzlichen Dank für die schöne Zeit in Japan! Hoffen wir sind nicht all zu oft in ein Kulturelles Fettnäpfchen gestampft. Wie an Thomas Geburtstagsparty als uns die Moskitos genervt haben. Da habe ich in der Not Indische Räucherstäbchen angezündent. Dies hat einen echten Tumult ausgelöst! Die Japanische Fraktion war beinahe im Begriff in die See zu hechten. Im Shinto Buddismus werden diese Dinger auf dem Friedhof als Ahnenkult angezűndet. Der Rauch verwandelt die Toten in einen Buddha!! 

Verglichen mit anderen Seglern, die zur Corona Zeit in dieversen Ländern der Erde am Ankerplatz oder Hafen blockiert waren, liessen uns hier alle in Ruhe. Wir konnten die Reise mit kleinen Einschränkungen fortsetzen. Auch für die Einreise nach Alaska ist diese Woche der positive Bescheid vom Infozentrum der US Border Controll eingegangen. Bedingung 14 Tage Selbstquarantäne bei der Einreise. Die Zeit auf See wird angerechnet. Die Überfahrt wird in etwa 30 Tage dauern.

 

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May 28 2020

Gedanken zur Überfahrt nach Alaska

Irgendwie ist die Routenpalnung völlig aus den Fugen geraten. Dieses Land ist einfach schlicht zu gross um in der kurzen Segelsaison zu erforschen. Der ursprüngliche Plan war von Okinawa den südlich gelegenen Inseln, bis nach Hokkaido im Norden zu segeln. Von dort sollte der Absprung nach Alaska über den Nordpazifik los gehen.

Doch wie so oft ändern sich beim Segeln Pläne. Nicht mal die Hälfte der Strecke ist geschafft. Nagasaki, Osaka, Kyoto und der absolute Höhepunkt, ein Treffen mit meinem Sohn Sascha in Tokyo, war leider wegen Corona nicht möglich! 
Seit einiger Zeit beschäftigen wir uns mit der Überfahrt nach Alaska. Da nicht viel Infomaterial  existiert, gestaltet sich alles etwas aufwändiger als sonst. Ich schaue regelmässig den Wetterbericht vom Nordpazifik an. Weil es mir dabei schlecht wird, konzentriere ich mich auf Wetterstatistiken der vergangenen Jahre, explizit nur auf die Sommermonate.
Segler die die Passage von Hokkaido via den Aleuten nach Alaska beschreiben, berichten nicht gerade erfreuliches. Entweder war da null Wind oder dann Orkan. Ein beachtlicher Teil der Strecke musste bei milden Bedingungen unter Motor zurückgelegt werden. Im Buch “Segelrouten der Welt” von Jimmy Cornell, wird empfohlen südlich von 35 Grad Nord bis 165 oder 170 Grad Ost zu segeln. Je nach durchziehenden Tiefs, von diesem Punkt direkten Kurs Nord Ost nach Dutch Harbor Alaska anlegen. Diese Strecke misst 3200 Seemeilen und ist somit wesentlich länger als die Nordroute. Und wann ist der beste Zeitpunkt um loszusegeln? Diese Info fehlt im Buch. Ende Juni soll sich vor Alaska und Kanada das sogenannte stationäre “Big Fat High” bilden, welches die aus West heranziehenden Tiefs noch Nord umlenkt. Also in dem Fall ist da der ganze Stress weg, möglichst schnell in den Norden zu gelangen. Sayonara Hokkaido!

Entschieden ist, die Passage beginnt in Shimoda nach Jimmy’s Plan. Da ist auch noch der Schwarze Strom, Kuroshio Current. Dieser schiebt mit gegen vier Knoten nach Ost. Klingt verlockend, doch dieser Strom suppt aber meist nördlich von 35 Grad. Es ist bereits anfangs Juni und langsam wird es in Japan kritisch mit der Taifunsaison.
Hoffen auf Westwind! Angenehm wäre ein Hoch, was Segeln bei schönem Wetter bedeutet.
Wünschen soll Glück bringen!

 

 

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May 11 2020

SETO NAIKAI oder Seto Inland Sea

Das Kllima ist mit dem im Mittelmeerraum vergleichbar. Doch über der bezaubernden bergigen Landschaft um den Seto Naikai, mit seinen tausenden Buchten und Inselchen, traditionellen Orten und Kulturstätten, hängt derzeit eine dunkelgraue fette Wolke. Für die Golden Week Feiertage, an denen jeder Japaner üblicherweise Urlaub macht, bittet die Regierung die Bevölkerung inständig, wegen Corona zu Hause zu bleiben. Sämtliche Touristenattraktionen sind eh seit Monaten geschlossen. Nun wird es aber auch für uns kompliziert. Auf die Feiertage haben die Gemeinden am Meer, die Seestationen geschlossen. Es handlet sich dabei um kostenpflichtige Bootsanlegestellen mit Toiletten und Duschen. Oft gehört auch noch eine Art Clubhaus dazu. Schade, gerade während dieser Woche haben wir gehofft, lokale Segler kennen zu lernen. Touristen sind nirgends mehr willkommen. Alle fürchten sich vor dem Virus. Drei mal täglich werden über die Tsunamiwarnlautsprecher Verhaltensregeln zu Covid19 durchgegeben. Wir fühlen uns echt fehl am Platz. Wir passen uns an. Tragen in der Öffentlichkeit Masken und halten Abstand. Einmal musste ich niessen, der Typ auf der anderen Strassenseite, rannte in vollem Garacho davon. Die Ansteckungszahlen bleiben im weltweitem Vergleich, trotz ähnlichem Modell wie in Schweden, eher niedrig. Ein Unterschied zu Schweden ist jedoch noch anzumerken: Alle tragen konsequent Maken und die Küsserei und das Pratzenschütteln gehören nicht zum Japanischen Begrüssungsritual.

Ankern ist in Japan nicht üblich. Schlechter Halt wegen Kelp, einer üppig wuchernden Wasserpflanze und weil die geschützten Buchten oft mit Aquakulturen belegt sind. Für die Japaner dient der Anker nur für Notsituationen. So fragen wir wie bis anhin, die Fischer ob wir irgendwo festmachen können. Diese Männer waren stets hilfsbereit und wiesen uns immer irgendwo einen Platz zu. Doch eine gewisse Distanz war dennoch zu vernehmen.
Statt Besuche in Touristenorten, Kurtrustätten, Museen und Bars, spazieren und wandern wir durch Wälder und in die Berge. Entlang von Reisfelder und betörend duftenden Ziftusfruchtplantagen. Besuchen schmucke kleine Dörfer mit liebevoll gepflegten Blumen- und Gemüsegärten und auch schräge schroddelige Städte und halb verlassene Käffer. Die Unterschiede sind frappant.

Ganze Obstplantagen liegen brach und die Früchte verrotten am Boden. Ein trauriges Bild, in anbetracht dessen, eines der wertvollsten Geschenke in Japan Früchte darstellen. Sie werden in den Geschäften, stets aufwändig verpackt, schon fast zum Preis von Goldvreneli verkauft. In den Fischerhäfen liegen Boote, deren Ende der Lebensdauer weit überschritten ist. Vermutlich weil der Besitzer keine Nachkommen hat, die ins Geschäft einsteigen wollen. Auffallend ist, dass fast keine Kinder auf den Strassen rumtoben. Statt Kinderwagen sind vor den Geschäften Rollatoren geparkt. Japans Bevoelkerung ist total überaltert und schrumpft. Die jungen Leute zieht es in die Ballungsgebiete der pulsierenden Grossstädte wo es gute Jobs gibt und das glamouröse Leben lockt. Die Entwicklung in der westlichen Welt, geht übrigens in die selbe Richtung.

Seto gehoert von den Windverhältnissen her nicht zu den Top Segeldestinationen. So kommt immer wieder mal der Dieselverbrater zum Einsatz. Total spannend sind zwischen den Inseln die Stömungsverhältnisse die beachtet werden müssen. Die Krönung ist der Naruto Strudel am südöstlichen Ausgang des Seto Naikai. Je nach Tidenhub strömen die Wassermassen bis zu neun Knoten unter dem gigantischen Bauwerk der Naruto Brücke hindurch. Bei Stillwasser herrscht hier reger Frachtschiffverkehr.
Bischen Strömung muss ja sein, damit es Spass macht. So zischt die Robusta mit 12 Knoten Speed unter der Brücke durch! (o.k das ist ja wohl fast ein wenig dick aufgetragen. Da war kein Wind gegen Strom, sonst wäre sowas nicht zu empfehlen!)

Und siehe da, im Pazifik weht auch schon wieder eine anständige Brise mit um die 25 Knoten.

 

 

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April 24 2020

Saiwaki und Beppu

Echtes Geknorze um wieder aus dem Hafen von Ibusuki zu kommen! Der Wind bläst mit um die 25 Knoten aus Nordost und drückt die Robusta voll an die Mauer. Die Steuerbordseite ist am Heck mit fünf Autoreifen gepolstert. Nicht mal mit Vollgas in die Spring eindampfen, ist der Bug von der Mauer wegzubekommen. Naoya, der liebenswürdige Mann von der kleinen Bootswerkstatt, eilt herbei. So wird eine Leine vom Bug an die im rechten Winkel verlaufende Hafenmauer gespannt. Der kräftige kleine Mann zerrt wie wahnsinnig. Endlich dreht die Robusta mit dem Bugspriet, knapp an den Fischkuttern vorbei, schwerfällig durch den Wind. Im dritten Reff, stampft nun der Stahlkutter durch die aufgewühlte See. Am Kapp Satamisaki, welches wir grossräumig umsegeln, schwappen Wellen aus allen Richtungen über’s Deck und bis ins Kockpit. Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie wertvoll das Deckshaus jetzt wäre. Diese nasskalte Erfahrung gibt den entscheidenden Ansporn, die Reparaturarbeiten schnellst möglich fertig zu stellen. Ich klemme mich hinter den Tisch und versuche zu nähen. Halte immerhin ein paar Stunden durch und schmeisse mich danach mit einem Genickkrampf in die Koje. Thomas segelt die ganze Nacht durch und findet es total spannend, zwischen den Frachtschiffen durchzusegeln. Was nicht mal so doof ist wie es sich anhört. Denn mit dieser Strategie kannst du dir sicher sein, nicht mit Fischernetzen in Konflikt zu geraten. Frachtschiffe sind auch bei Dunkelheit deutlich zu erkennen, was bei den Netzen oft nicht mal bei Tageslicht möglich ist.

Bei Saiwaki stellt der Wind ab und zwingt zu einer Pause. In der Mündung vom Fluss Mimi, übernachten wir beim kleinen Fischerhafen an der Aussenmole.

Ich nähe den ganzen folgend Tag am Deckshaus bis es fertig ist Einige Männer fangen Fische an der Mole. Einige kommen mal schnell auf einen Schwatz vorbei. Wir offerieren Kekse und Kaffee den sie gerne einfach schwarz trinken. Eine sehr alte Frau plappert in Japanisch auf uns ein. Sie zupft energisch an meinem Arm, weil ich sie nicht verstehe. Thomas bringt nun das Tablet mit der google translate app. Versuche der Frau klar zu machen, da rein zu reden. Sie kapiert nicht was sie tun soll. Jetzt zupfe ich auch mal am Arm und zeige ihr dabei wo sie reinreden muss. Es klappt und sie ist begeistert. Später kommt sie wieder. Bringt Früchte und zwei Gesichtsmasken.

Gegen Abend schlendern wir noch durch das kleine nette Zentrum und am Strand entlang. Die Gegend war vom zweiten Weltkrieg weitgehend verschont geblieben. Im Zentrum existieren noch Häuser, sogenannte Minkas, die um die 100 Jahre alt sind. Die meisten sind frisch renoviert und sehr gepflegt. Vor einem kleinen Haus bewundern wir den hübschen Garten. Der Besitzer weiss bereits, dass wir mit der Yacht gekommen sind. Er sei auch Segler. Und schon sitzen wir in seiner gemütlichen Stube bei einem Bier. Morgen ist er bei uns zum Frühstück eingeladen. Er kommt nicht alleine. Seine Nachbarn sind auch dabei. Sie bringen Früchte und Wein. So sind sie, die Japaner! 

Die nächste Station ist Beppu.

Da ist eine Marina. Die Preise hauen uns aus den Socken. Für 38 Fuss 45 Euro pro Tag! Keine Stunde später liegt die Robusta im Fischerhafen, kunstvoll verschnürt, mit Autoreifen gepolstert, an einer hohen Mauer. Hier gefällt es uns wesentlich besser! 

Beppu ist ein beliebtes Reiseziel mit diversen Attraktionen. Thermalbäder, Geysire, Pärke, Naturzoo, Museen und ein riesiger Spasspark mit einer Achterbahn aus Holz gebaut. Doch fast alles ist wegen Corona geschlossen. Das Zentrum ist Menschenleer.

So macht segeln in Japan auch keinen Spass! Da kommt erneut die Frage auf, wie es aktuell mit der Einreise nach Alaska für Yachten steht. Thomas schreibt ein Email an die zuständige Behörde des Custom and Border Control Info Center der USA. Im Anhang eine Kopie unsere Pässe und den B1/B2 Visas. Er steht auch noch mit Seglern im Kontakt, die er irgendwie per Zufall im Facebook gefunden hat. Diese schildern die Lage in Alaska folgendermassen: Jedesmal wenn wir ein Kaff anlaufen, müssen wir auf der Yacht zwei Wochen Quarantäne absitzen, bevor der Landgang erlaubt wird. Es ist aber möglich, Lebensmittel in den Hafen liefern zu lassen. Dann verkrümeln sie sich wieder in die Wildnis bis alles aufgefuttert ist.

👍🏾😂, na ja in dieser Situation bringt dich nur noch Humor über die Runden…… Bären gucken und Beeren sammeln als Kompensation oder dann halt Bier trinken, etwas schlaueres kommt mir dazu auch nicht in den Sinn 

 

 

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April 18 2020

Festland Japan, Ibusuki und Kagoshima

Sind schon ganz gespannt wie das Festland sich anfühlt. Soll ja nochmal total anders sein als die südliche Inselwelt. 

Das Zentrum von Ibusuki erscheint geisterhaft. Viele Liegenschaften stehen leer. Das Onsen ist immerhin ganz nett. Ibusuki soll eine beliebte Touristengegend sein? Äh, schräg. Wir haben kein einziges Foto gemacht!

Das Visum läuft aus und muss verlängert werden. Mit dem Zug ist Kagoshima, wo sich das regionale Immigration Büro befindet, in knapp einer Stunde zu erreichen. Nun sind wir etwas in der Zwickmühle. Sämtliche benachbarten Länder haben ihre Grenzen wegen Corona geschlossen. Sollten die Grenzen demnächst wieder aufgehen, wird die Taifunsaison zum Problem. So haben wir uns folgende Strategie ausgedacht: Stellen gleich einen Antrag um das Visum für ein ganzes Jahr zu verlängern. 

Seitenweise Papiere haben wir bereits online ausgefüllt und ausgedruckt. Schieben nun den Stapel über die Theke in den mit Plastikfolie geschützten Bereich. Zusätzlich wird nun noch eine Liste mit sämtlichen Häfen die wir angelaufen sind verlangt. Was für eine Idiotie. Die Beamten gehen nur auf eine Verlängerung von weiteren 90 Tagen ein. Denn 180 Tage sind die maximale Aufenthaltsdauer pro Jahr in Japan (für einige Staatsangehrige gelten andere Regeln.) Oh wie schrecklich, Mist! Falls Corona in drei Monaten noch immer Thema ist, kann ein erneuter Antrag auf Verlängerung gestellt werden, so lauten die tröstenden Worte der Beamten.   

Die nächsten Tage geht uns so einiges durch den Kopf. Wir sind beide gereizt und gifteln uns immer wieder mal an. Aus Verzweiflung fliessen bei mir die Tränen. Um uns abzulenken, wird die Tuwasliste abgearbeitet. Denn durch die grosse Beanspruchung einer Langfahrtenyacht, fallen immer jede Menge Wartungsarbeiten an. Thomas klopft mit dem Hammer Rost weg, versiegelt, grundiert, überpinselt die Stellen mit roter, schwarzer und weisser Farbe. Am Motor werden Schrauben, Kabel, Oel und Wasser kontrolliert, der Keilriemen nachgespannt und Filter gewechselt. Die Solaranlage kränkelt auch immer wieder mal. Eventuell ist der Regulator altersschwach. Und das Klo will auch immer wieder mal seine Zuwendung. Ich widme mich gerade dem Deckshaus aus Lastwagenplane. An etlichen Stellen ist der Faden gerissen. Ein Reissverschluss ist total korridiert. Ausgerechnet bei den beiden extra langen, ist das Stoffband entlang der Zähne eingerissen. So müssen eigentlich alle vier zwei Meter langen Reissverschlüsse ersetzt werden. Nur schon das Heraustrennen dauert enorm lange. Salzwasser und die krasse UV Strahlung setzen dem Material krass zu!

Nach einer Woche Arbeit sieht die Robusta wieder so richtig gepflegt aus! Nur ich komme nicht vom Fleck. Kämpfe mit der Plane, Reissverschlüssen, Faden und Nadel. Erst im Cockpit, dann wegen Sturm drinnen auf dem kleinen Tisch auf engstem Raum, was super nervig ist. Nach einer Woche täglich Stunden von Hand nähen, brauche ich eine Pause. Meine Finger sind wund. Die nächste Etappe wird mal ohne Deckshaus gesegelt. 

Ich gehe mal an den Strand um Müll einzusammeln. 

 

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